(Kein Support – selbstständige Nutzung erforderlich)
Offizielle Palo Alto Anleitung GlobalProtect Linux:
Installationhinweise für Linux bei Paloalto:
https://docs.paloaltonetworks.com/globalprotect/user-guide/6-2/globalprotect-app-for-linux/download-and-install-the-globalprotect-app-for-linux
GlobalProtect nutzt X und ist auf Wayland-basierten Distributionen nur in der Konsole verwendbar.
Auf Ubuntu 26.04 LTS bspw. lässt es sich daher mit GUI nicht installieren.
Es gibt einen Workaround durch Erzeugung eines Dummy-Pakets um die fehlende Abhängigkeit von libqt5webkit5-dummy zu lösen.
Dazu wird das Paket equivs installiert und das Paket libqt5webkit5-dummy erzeugt:
sudo apt update
sudo apt install equivs
mkdir -p ~/.gp-dummy
cd ~/.gp-dummy
equivs-control libqt5webkit5-dummy
Der Inhalt der Datei libqt5webkit5-dummy muss geändert werden auf folgenden Text
Section: misc
Priority: optional
Standards-Version: 3.9.2
Package: libqt5webkit5-dummy
Version: 1
Depends:
Provides: libqt5webkit5
Description: Dummy package to satisfy libqt5webkit5 dependency for GlobalProtect
Danach wird das Dummy-Paket noch installiert:
equivs-build libqt5webkit5-dummy
sudo dpkg -i libqt5webkit5-dummy_1_all.deb
Jetzt sollte gp_install.sh ohne Fehler durchlaufen. Auf unseren Test-Geräten hat es tatsächlich auch funktioniert inkl. GUI und Tray-Icon.
Alternative CLI
Eine Alternative ist die Installation ohne GUI mit dem Befehl: ./gp_install.sh --cli-ony
Für den Start einer VPN-Verbindung nutzt man dann das Kommando: globalprotect connect --portal vpn.hs-bochum.de
Die Authentifizierung findet wie gewohnt im Browser statt.
Trennen kann man die Verbindung mit: globalprotect disconnect
Alternative openconnect
Eine weitere Alternative ist openconnect. Das Programm ist Open-Source und lässt sich leicht in gnome integrieren.
Der Vorteil gegenüber der CLI-Version des Original-Clients ist die grafische Oberfläche.
Der Nachteil ist, dass man sich zu Beginn jeder Verbindung authentifizieren muss.
(Der Original-Client speichert einen 12-Stunden-Cookie, so dass man sich innerhalb der nächsten 12 Stunden Trennen und Verbinden kann ohne erneute Authentifizierung. Das funktioniert auch bei Verwendung der CLI-Version.)
Im Beispiel Ubuntu 26.04 LTS wird es installiert mit: sudo apt install network-manager-openconnect-gnome
In den Ubuntu-Einstellungen muss man dann unter Netwerk -> VPN eine neue Verbindung anlegen vom Typ "Multiprotokoll-VPN-Client (Openconnect)"
Der Name der Verbindung kann beliebig gewählt werden, als VPN-Protokoll unter Identität muss "Palo Alto Networks GlobalProtect" gewählt werden und das Gateway ist
vpn.hs-bochum.de/gateway:prelogin-cookie
Der Rest sollte nicht verändert werden. Mit "Hinzufügen" wird die neue Verbindung gespeichert.
Mit einem Klick auf den Schalter hinter der neuen Verbindung kann sie aktiviert werden.
Man bekommt ein neues Fenster mit einem Connect-Button.
Darauf öffnet sich das Anmeldefenster des zentralen Shibboleth-Server der Hochschule Bochum.
Für das Passwort-Feld muss man etwas runterscrollen und nach der Eingabe auf "Anmelden" klicken:
Falls vorhanden, wird noch der zweite Faktor abgefragt.
(Token für 2-Faktor-Authentifizierung können auf https://eduMFA.hs-bochum.de erzeugt werden.)
An dieser Stelle funktionieren leider nur zeichenbasierte Token wie TOTP. Passkeys unterstützt der eingebettete Browser nicht.
Im Anschluss sollte die Verbindung aktiv sein.
Man kann nach der Einrichtung das Verbinden und Trennen im kleinen Menü triggern mit dem Button VPN, analog zu WLAN oder Bluetooth.